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Inhalt:

Adjektiv oder Adverb

Adjektive

Adverbien

Begriffe der Grammatik

Fragewörter

Kasus, Genus und Numerus

Konjunktionen

Lange und kurze Vokale

Präpositionen

Präpositionen erkennen

Pronomen

starkes oder schwaches Verb

Steigerung von Adjektiven

Substantive

Verbaladjektive

Verben

Verben konjugieren

Verbformen

Wortarten

Wortarten bestimmen

Wortarten gemischt

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Substantive

Mit Substantiven werden Gegenstände, Personen, Sachverhalte usw. bezeichnet.

Substantive werden stets großgeschrieben.

Jedes Wort einer anderen Wortart ist substantivierbar.

Syntaktisch können Substantive Satzglieder, Genitivattribute oder Teile eines präpositionalen Attributs sein:

Das Haus (Subjekt) des Vaters (Gen.-Attr.) hat eine Garage (Akk.-O) mit Schiebetür (präpositionales Attribut).

Substantive sind flektierbar und deklinierbar.

Oft werden Substantive mit Artikel gebraucht. Im Deutschen kennzeichnet der Artikel Genus (grammatisches Geschlecht), Numerus (Singular oder Plural) und Kasus (Fall) eines Substantives.

Genus: Substantive können feminin, maskulin oder neutral (weder noch) sein:

Die Arbeit; der Abhang, das Projekt

Numerus: Die meisten Substantive kommen im Singular und im Plural vor:

Das Lamm – die Lämmer; der Tisch – die Tische, die Freude – die Freuden.

Kasus: Substantive kann man in verschiedene Fälle (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkkusativ) setzen:

Femininum

Maskulinum

Neutrum

Femininum

Maskulinum

Neutrum

Nominativ

die Treppe

der Hund

das Bein

die Treppen

die Hunde

die Beine

Genitiv

der Treppe

des Hundes

des Beines

der Treppen

der Hunde

der Beine

Dativ

der Treppe

dem Hund(e)

dem Bein(e)

den Treppen

den Hunden

den Beinen

Akkusativ

die Treppe

den Hund

das Bein

die Treppen

die Hunde

die Beine

Gerade hier sieht man, dass im Deutschen die Artikel  zur Kennzeichnung des Kasus besonders wichtig sind.

Verben

Verben sind sogenannte Tätigkeits- bzw. Zeitwörter.

starkes oder schwaches Verb

Man unterscheidet einerseits zwischen starken und schwachen Verben - die starken ändern unter anderem in den verschiedenen Zeiten ihren Stammvokal und enden im Partizip II auf "-en" - und andererseits zwischen VOLL-, MODAL- und HILFSverben.

Beispiel für ein schwaches Verb:

"ich arbeite, ich arbeitete, ich habe gearbeitet"

Beispiel für ein starkes Verb:

"ich finde, ich fand, ich habe gefunden"

Beispiele für Vollverben:

"arbeiten", "finden", "schreiben", "rennen"

Hilfsverben:

"sein", "haben", "werden"

Modalverben:

"sollen", "mögen", "dürfen", "müssen", "können", "wollen"

Die finiten VERBFORMEN bilden den Prädikatskern, während die infiniten VERBFORMEN bei den zusammengesetzten Tempora, dem Passiv und modalen Konstruktionen als unbestimmte Prädikatsteile auftreten.

Beispiel:

"Ich habe gegessen", "er wird essen", "du musst essen"

Manche Verben ziehen Ergänzungen nach sich, die in bestimmten Kasus stehen müssen. In diesem Sinne sind Verben auch fallbestimmend:

Ich KAUFE [-was?-] ein Auto (Akk.O) [ -wem?-] dir (Dat.O).

Verben zählen zu den flektierbaren, nicht aber deklinierbaren Wörtern, dagegen sind Verben konjugierbar.

Adjektive

Adjektive bezeichnen Eigenschaften

Adjektive bezeichnen Eigenschaften von Dingen (eine große Kugel), Tieren (die langsame Schnecke), Pflanzen (das grüne Gras), Menschen (die nette Nachbarin), Gefühlen (der furchtbare Schreck) usw.

Deswegen heißen Adjektive auch Eigenschaftswörter.
Man kann Adjektive durch Fragen ermitteln:

Wie ist das Gras? - Das Gras ist grün.                                                      

Was für eine Kugel ist das? - Eine große Kugel.

Die Deklination des Adjektivs

Die Adjektive gehören zu den Wörtern, die man flektieren (beugen) kann.

Man kann z.B. den Plural (die Mehrzahlform) mit ihnen bilden:

braun-e Taschen, dick-e Schnecken, lustig-e Clowns, kariert-e Hosen.

Die Steigerung des Adjektivs

Viele Adjektive lassen sich steigern: groß, größer, am größten.
Dadurch kann man Dinge
vergleichen:
Das Haus ist hoch, der Turm ist noch höher, der Wolkenkratzer ist am höchsten.

Die Vergleichsstufen heißen:

  • Positiv (Grundstufe): groß (wie) - hoch (wie) - schön (wie)

  • Komparativ (Steigerungsstufe): größer (als) - höher (als) - schöner (als)

  • Superlativ (Höchststufe): am größten - am höchsten - am schönsten

Die Stellung des Adjektivs im Satz

Adjektive können an verschiedenen Stellen im Satz stehen

  • Adjektive können zwischen Artikel und Nomen stehen: die rote Blume.

  • Manche können nach dem Hilfsverb sein stehen: die Blume ist rot; die Blumen sind rot.

  • Manche können auch nach Verben stehen: die Blume blüht rot.

Adjektive - und ihr Gegenteil

Von vielen Adjektiven lassen sich Gegensatzpaare bilden:

z.B. gut – schlecht, hoch – tief, schwarz – weiß, hell – dunkel

Adjektiv oder Adverb

Adverbien kann man mit Adjektiven leicht verwechseln.

Doch es gibt eine Probe, mit der man immer feststellen kann, ob ein Wort ein Adjektiv ist oder ein Adverb, nämlich die Einsetzprobe:

Adjektive lassen sich zwischen Artikel und Nomen einsetzen:

Das Auto ist neu. - Das neue Auto.

Das Wort lustig ist ein Adjektiv, weil wir sagen können: der lustige Clown.

Das ist mit Adverbien niemals möglich:

Das Auto ist hier. Ein "hieres" Auto - das gibt es nicht!

Die Einsetzprobe ist die sicherste Probe für das Erkennen von Adjektiven.

Adverbien

Adverbien machen Angaben zu Umständen eines Vorgangs oder einer Eigenschaft.

Die meisten Adverbien können sowohl als Satzglieder als auch als Attribute verwendet werden.

Neben dem »normalen« attributiven Gebrauch vor einem Adjektiv ist auch der attributive Gebrauch beim Substantiv mit nachgestelltem attributiven Adverb zu beachten:

Der Mann dort (attributiv) geigt heute (adverbial) sehr (attributiv) gut.

Adverbien zählen zu den unflektierbaren Wörtern. Sie unterscheiden sich von Präpositionen und Konjunktionen dadurch, dass sie als Attribut oder als Satzglied verwendet werden.

Es gibt folgende Untergruppen:

Frage-, Relativadverb

Frage- bzw. Relativadverbien leiten Frage- oder Relativsätze ein.

In diesem Sinne sind sie stets Satzglieder.

Beispiele: »wo«, »weshalb«, »womit«

  • Wo ist dein Auto? Ich weiß nicht, wo ich es geparkt habe.
  • Weshalb kommst du so spät? Ich weiß nicht, weshalb ich so spät komme.
  • Womit habe ich das verdient? Womit du das verdient hast, ist mir unbekannt.

Kausaladverb / Adverbien des Grundes

Kausaladverbien im weitesten Sinne bezeichnen Gründe, Folgen, Mittel, Bedingungen, Absichten und Zwecke.

Beispiele:

Deshalb, darum, dennoch, trotzdem, sonst;

Lokaladverb  / Adverbien des Ortes

Lokaladverbien bezeichen Ortsverhältnisse und Ziele. Sie sind in der Regel als Satzglieder, aber auch als Attribute möglich.

Beispiele:

Dort, da, dorthin, dorther;

Modaladverb / Adverbien der Art und Weise

Modaladverbien bezeichnen die Qualität, die Quantität, das Maß, die Einschränkung, die Erweiterung, die Hervorhebung eines Vorgangs oder einer Sache.

Beispiele:

Außerdem, gern, sehr, besonders, nicht, so, beinahe, fast, vielleicht;

Temporaladverb / Adverbien der Zeit

Temporaladverbien bezeichnen Umstände der Zeit. Manche davon können nur als Satzglieder und niemals attributiv verwendet werden.

Beispiele:

bald, gestern, nachmittags, vorher, nachher, oft, heute;

Pronominaladverb

Pronominaladverbien werden aus »da(r)-«,»hier-« bzw.»wo(r)-« + Präposition gebildet.

Als Pronominaladverbien gelten hier Adverbien, die eine Präposition + Nomen (Substantiv) ersetzen: »im Zug« ↔ »darin«.

Meist werden Pronominaladverbien als Satzglieder verwendet. Dann können sie in enger Beziehung mit den Präpositionalobjekten stehen:

Worauf wartest du? Darauf / Hierüber freue ich mich.

Doch können Pronominaladverbien auch attributiv zu einem Substantiv stehen:

  • »Am Morgen danach...«,
  • »Die Freude darauf...«,
  • »Die Begabung hierzu...«

Artikel

Es gibt zwei Arten von Artikeln, den bestimmten Artikel und den unbestimmten, letzteren nur im Singular.

Artikel werden zur Verdeutlichung von Genus, Numerus und Kasus einer Person oder einer Sache, also eines Substantivs benutzt.

Zwischen Artikel und Bezugswort können andere Wörter treten:

Der von allen guten Geistern verlassene Fahrradfahrer.

Mask.

Fem.

Neut.

MFN Plural

Mask.

Fem.

Neut.

der

die

das

die

ein

eine

ein

des

der

des

der

eines

einer

eines

dem

der

dem

den

einem

einer

einem

den

die

das

die

einen

eine

ein

Syntaktisch ist der Artikel immer Attribut, also nie Satzglied!

(Hintergrund: Historisch ist der Artikel nichts anderes als das attributiv gebrauchte Demonstrativpronomen "der", "die", "das".)

Als Attribut konkurriert der Artikel mit einigen Pronomen, die statt eines Artikels, nicht aber zusammen mit dem Artikel stehen können:

Entweder: das Haus oder dieses Haus, niemals aber: Das diese Haus.

Artikel sind flektierbar und deklinierbar.

Pronomen

Pronomen sind - vom Wortsinn her - Stellvertreter eines Nomens, eines Substantives, können aber auch zur näheren Bestimmung eines Substantives dienen, dann gelten sie als Begleiter.

Manche Pronomen ersetzen tatsächlich ein Substantiv, z.B. »ER« ↔ »der Mann«. Solche Pronomen werden nie attributiv gebraucht.

Andere Pronomen, z.B. »DIESER«, lassen sich statt eines Artikels attributiv und als Satzglied verwenden: »DIES habe ich nicht gewusst. JENER Mann saß am Steuer.«

Die meisten Pronomen sind flektierbar und dann auch deklinierbar.

Es gibt aber auch undeklinierbare Pronomen, wie z.B. »etwas« oder »man«.

Es gibt folgende Untergruppen:

1. Demonstrativpronomen

Das Demonstrativpronomen kann sowohl als Satzglied als auch als Attribut verwendet werden. Es weist auf etwas besonders hin.

Beispiele:

  • dieser, jener
  • der, die, das
  • derjenige, derselbe

2. Fragepronomen

Als Fragepronomen gelten »welcher«, »was für ein« und »wer«.

Letzteres kann nur als Satzglied gebraucht werden, die ersten beiden sind auch als Attribut verwendbar.

Beispiele:

Wer war der Schuft?

Was für eine Frau hast du gesehen?

Welcher der beiden war der Dieb?

3. Indefinitpronomen

Indefinitpronomen haben eine allgemeine Bedeutung. Manche, z.B. »man« oder »einer«, werden nur als Satzglieder, andere, z.B. »etwas« oder »kein(er)«, auch als Attribute verwendet.

»Indefinit« bedeutet, dass keine genauen, sondern nur unbestimmte Angaben gemacht werden können.

4. Personalpronomen

Personalpronomen sind deklinierbar und stets Satzglieder. Sie vertreten in der dritten Person Nominativ Personenbezeichungen bzw. Substantive.

Franz → Er; Die Schraube → Sie; Das Haus → Es;

Beispiele:

  • Ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie;
  • meiner, mir, mich,
  • unser, uns, euch usw.

5. Possessivpronomen

Possessivpronomen werden häufig attributiv zur Bezeichung von Besitzverhältnissen gebraucht: »mein Auto«. Aber auch eine Verwendung als Satzglied ist möglich: »..dort steht deines«.

6. Relativpronomen

Relativpronomen (der, die das; welcher, welche, welches) sind im Allgemeinen Satzglieder in Nebensätzen und vertreten dort ein im Hauptsatz genanntes oder zu ergänzendes Substantiv oder Pronomen. Sie können auch mit Präpositionen gekoppelt werden.

Beispiele:

  • Der Mann, der zur Arbeit geht.
  • Die Frau, welche zur Arbeit geht.
  • Wer wagt, gewinnt.
  • Die Schule, in die ich 5 Jahre ging,...
  • Das Dach, auf dem der Vogel saß,...

7. Reflexivpronomen

Reflexivpronomen sind in der Regel Satzglied und geben einen Bezug auf das Subjekt, ggf. ein Objekt, des Satzes an. Bei echt reflexiven Verben gelten sie allerdings nicht als Satzglied.

Beispiele:

  • Ich helfe mir.
  • Du hilfts dir.
  • Er hilft sich.
  • Wir helfen uns.
  • Ihr helft euch.
  • Sie helfen sich.
  • Er wäscht sich. Satzglied, denn auch: Er wäscht die Kinder. Wen oder was wäscht er?
  • Ich freue mich. Kein Satzglied, sondern Teil des Prädikats, denn unmöglich:
    *Ich freue die Kinder. *Wen oder was freue ich?

Verbaladjektive

Verbaladjektive werden hier jene Verbformen genannt, die sich wie ein Adjektiv verhalten, also als deklinierte Partizipien ("Partizip" ist keine Wortart, sondern Bezeichnung einer Verbform) verwendet werden:

Während die infinite Verbform »gefahren« als Prädikatsteil anzusehen ist - »Ich bin dorthin gefahren.« -, muss das deklinierte Partizip im Satzteil -»Das GESCHLACHTETE Schwein« eher wie ein Adjektiv aufgefasst werden.

Auch wird kein Unterschied gemacht zwischen »Das SCHLAFENDE Mädchen...« und »Das Mädchen ist SCHLAFEND«, vgl. »Das Mädchen ist schön (= eindeutiges Adjektiv)!« "Der Film ist spannend"

Verbaladjektive stammen zwar von Verben ab, verhalten sich aber wie Adjektive, können als Satzglieder und Attribute verwendet werden und gelten als flektierbar und deklinierbar.

Konkunktionen

Die Konjunktionen verbinden Sätze, Satzglieder, Satzteile oder Teilsätze.

An sich unterscheidet man zwischen echten Konjunktionen, die Haupt- und Teilsätze verbinden, z.B. »UND«, und Subjunktionen, die Nebensätzeattributiven oder adverbialen Charakters verkoppeln.

Daneben gibt es noch Satzteilkonjunktionen, wie z.B. ALS oder WIE bei einfachen Vergleichen: »...stärker ALS sein Bruder«.

Am häufigsten sind die Nebensatzkonjunktionen (= SUBJUNKTIONEN), die z.T. kausale, lokale, modale und temporale Bezüge ausdrücken, aber auch die Konjunktionen ohne inhaltliche Bedeutung, wie z.B. DASS oder OB. Konjunktionen sind unflektierbar, undeklinierbar und haben selbst weder Attributs- oder Satzgliedfunktion. Gelegentlich sind sie zweiteilig: »so dass«.

Es gibt folgende Untergruppen:

Konjunktion ohne Bedeutung

Die Konjunktionen »dass«, »ob« und oft auch »wie« drücken grammatische, aber keine inhaltlichen Beziehungen aus. Deshalb sind sie »ohne Bedeutung«.

Beiordnende Konjunktionen

Die beiordnenden Konjunktionen können selbständige Hauptsätze, Teilsätze, meist aber auch Wörter oder Wortgruppen verbinden, dabei entstehen keine Unterordnungen wie bei den anderen Konjunktionen, am bekanntesten sind: und, oder, aber, sondern, denn

  • Er spielt Geige und ich blase die Flöte.
  • Er spielt Geige, sie aber Klavier.
  • Er aß einen Apfel oder ein Ei.
  • Er kam durchnässt nach Hause, denn es regnete stark.

[An dem letzten Beispiel, lässt sich der Unterschied zwischen beiordnender und unterordnender Konjunktion sehr schön demonstrieren: Er kam durchnässt nach Hause, weil es stark regnete. In diesem Falle liegt eine kausale Nebensatzkonjunktion vor, wie es sich an der Umstellung des Finitums leicht erkennen lässt: Finitum am Schluss!]

Kausale Konjunktionen

Kausale Nebensatzkonjunktionen im weitesten Sinne bezeichnen Gründe, Gegengründe, Bedingungen, Folgen, Mittel, Zwecke und Absichten in Bezug auf den Hauptsatzinhalt.

Beispiele:

weil, da; kausal (im engeren Sinne)

so dass, als dass; konsekutiv

wenn, falls ,sofern; konditional

obgleich, obwohl, wenngleich; konzessiv

damit, dass, auf dass; final

 

Infinitivkonjunktionen

Als Infinitivkonjunktion gilt das »zu« beim (erweiterten) Infinitiv.

Dazu gezählt wird auch ein ergänzendes »ohne...«, »um...« oder »statt...(zu)« usw.

Er ging ohne zu bezahlen.

Es gab nichts zu essen und zu trinken.

Modale Konjunktionen

Modale Konjunktionen geben Umstände oder fehlende Umstände an: Vgl. »indem« ↔ »ohne dass«! Außerdem kennzeichnen sie Vergleiche oder Einschränkungen.

Beispiele:

indem, insoweit; modal

ohne dass, statt dass;

indem; instrumental

während, wohingegen; adversativ

wenn, falls, sofern; konditional

wie, als, als ob, wie wenn; Vergleich

Satzteilkonjunktionen

Als Satzteilkonjunktionen gelten Wörter wie »als«, »wie«, »umso«, »desto«, die nicht Teilsätze / Nebensätze, sondern nur Satzteile, z.B. bei einfachen Vergleichen »..größer als du...«, verbinden.

Temporale Konjunktionen

Temporale Konjunktionen dienen der Einleitung temporaler Nebensätze, die zum Hauptsatzgeschehen in einem vorzeitigen, gleichzeitigen oder nachzeitigen Verhältnis stehen.

Beispiele:

während, indem, seit, solange, sobald, als; gleichzeitig

nachdem, als, wenn, seit(dem); vorzeitig

bis, bevor, ehe; nachzeitig

Finale Konjunktionen

Finale Konjunktionen geben den Zweck oder das Ziel einer Tätigkeit an:

dass, damit, auf dass

Konsekutive Konjunktionen

Konjunktionen der Folge geben die Folge einer Tätigkeit an:

so dass, dass, als dass

Adversative Konjunktionen

Adversative Konjunktionen kennzeichnen eine Einschränkung oder einen Gegensatz:

während, wohingegen, (in)sofern, (in)soweit

Konditionale Konjunktionen

Konditionale Konjunktionen geben Bedingungen an:

wenn, falls, sofern, soweit

Konzessive Konjunktionen

Konzessive Konjunktionen kennzeichnen eine Einräumung oder einen Gegengrund ohne Einfluss:

obgleich, obwohl, wenngleich, ungeachtet, wiewohl

Präpositionen

Präpositionen bezeichnen Verhältnisse zwischen Personen und Sachen. Sie drücken kausale, lokale, modale und temporale Aspekte aus.

Syntaktisch sind Präpositionen nie Satzglieder oder Attribute, sie sind aber im Gegensatz zu den Konjunktionen stets Teil eines Satzgliedes oder eines Attributs.

Historisch haben sich die Präpositionen aus Adverbien (an, auf, aus, bei...) , später dann auch aus Substantiven (dank, trotz, wegen...) und Adjektiven (gleich, südlich...) oder Verbaladjektiven (entsprechend, betreffend...) entwickelt.

Präpositionen bestimmen den Kasus (=Fall) eines folgenden deklinierbaren Wortes.

Manche Präpositionen fordern nur einen Fall (nach dir), manche fordern je nach Verwendung den Dativ oder den Akkusativ (in den Wald; in dem Wald), bei manchen schwankt der Kasusgebrauch (wegen dem Regen; wegen des Regens).

Manche Präpositionen können auch nach einem von ihnen im Fall bestimmten Wortes stehen, z. B.

"wegen": "Ihres schönen Mantels wegen..." ↔ "Wegen ihres schönen Mantels"

Präpositionen gehören zu den unflektierbaren Wortarten.

Liste von Wörtern, die als lokale (örtliche) Präpositionen (Verhältniswörter) verwendet werden können:

ab, abseits an, auf, aus, außer, außerhalb, bei, bis, diesseits, durch entlang, fern, gegen, gegenüber, hinter, in, inmitten, innerhalb, jenseits, längs, nach, nächst, nahe, neben, nördlich, oberhalb, östlich, seitlich, südlich, über, um, unfern, unter, unterhalb, unweit, von, vor, westlich, zu, zunächst, zwischen.

Liste von Wörtern, die als temporale (Zeit kennzeichnende) Präpositionen (Verhältniswörter) verwendet werden können:

ab, an, auf, aus, außerhalb, bei, binnen, bis, für, gegen, in innerhalb, mit, nach, seit, über, um, unter, von, vor, während, zeit, um, zwischen

Liste von Wörtern, die als modale (die Art und Weise kennzeichnende) Präpositionen (Verhältniswörter) verwendet werden können:

abzüglich, auf, aus, ausschließlich, außer, bei, bis an, bis auf, bis zu, einschließlich, entgegen, für, gegen, gegenüber, in, mit, ohne, statt, unter, von, wider, zu, zuwider, zuzüglich

Liste von Wörtern, die als kausale (begründende) Präpositionen (Verhältniswörter) verwendet werden können:

angesichts, anlässlich, auf, aufgrund [auf Grund], aus, bei, betreffs, bezüglich, dank, durch, für, gemäß, infolge [in Folge], kraft, laut, mangels, mit, mittels, nach, seitens, trotz, über, um, um - willen, unbeschadet, ungeachtet, unter, von, vor, wegen, zu, zufolge

Achtung: Manche Wörter dieser Listen können je nach Verwendung auch anderen Wortarten angehören! Manche der Wörter dieser Listen kommen mehrfach vor; wozu sie genau gehören, hängt von der Verwendung im Satz ab!

Interjektion

Die Interjektion ist ein unflektierbarer Ausruf ohne syntaktische Funktion, sie steht in der Regel außerhalb des Satzes zwischen Kommas: Aua, He usw.

Verbzusatz

Verbzusätze sind die Teile eines Verbs, die im Infinitiv und als Partizip mit dem Verb zusammengeschrieben werden:
aufstehen, einschlafen, vorübergehen; aufgestanden, eingeschlafen, vorübergegangen;

Im Präsens und Imperfekt Aktiv werden die Verbzusätze jedoch vom eigentlichen Verb abgetrennt:

  • »Ich stehe erst um neun Uhr auf
  • »Er schlief erst nach Mitternacht ein
  • »Wir gingen achtlos an euch vorüber

An den Beispielen sieht man, dass die Stellung dieser Verbzusätze der Stellung der infiniten Verbformen bzw. des unbestimmten Prädikatsteils entspricht.

Während manche Grammatiken den Begriff "Partikel" für sämtliche unflektierbare Wortarten benützen, wird anderswo der Ausdruck "Partikeln" für die Verbzusätze verwendet. Diese "Partikeln" sind keine selbstständigen Präpositionen oder selbstständige Adverbien!

Wichtig für die Rechtschreibung ist die Liste von Verbzusätzen, die fast immer im Infinitiv mit einem folgenden Verb zusammengeschrieben werden:

  • ab-, an-, auf-, aus-, bei-,
  • beisammen-, da-, dabei-, dafür-, zwischen-
  • dagegen-, daher-, dahin-, daneben-, dar-,
  • daran-, darein-, darnieder-, dazu-, dazwischen-,
  • drin-, durch-, ein-, einher-, empor-,
  • entgegen-, entlang-, entzwei-, fort-, gegen-,
  • gegenüber-, her-, herab-, heran-, herauf-,
  • heraus-, herbei-, herein-, hernieder-, herüber-,
  • herum-, herunter-, hervor-, herzu-, hin-,
  • hinab-,  hinan-,  hinauf-,  hindurch-, hinein-,
  • hinüber-, hinunter-,  hinweg-,  hinzu-, hintan-,
  • hintüber-, hinterher-, inne-, los-, mit-,
  • nach-, nieder-, über-,  überein-, um-,
  • umher-,  umhin-, unter-, vor-,  voran-,
  • vorauf-,  voraus-,  vorbei-, vorher-,  vorüber-,
  • vorweg-, weg-, weiter-, wider-, wieder-,
  • zu-,  zurecht-,  zurück-,  zusammen-,  zuvor-,
  • zuwider-, zwischen-;

Natürlich kommen einige dieser Partikeln auch selbstständig vor. Beispiel: Es heißt "ich will dich wieder sehen" (ein weiteres Mal), aber "er ist wiedergekommen (zurück-), er kann mir das Geld erst morgen wiedergeben (zurück-)."

Der Duden weist besonders auf die folgenden eigenständigen Adverbien hin, die stets getrennt zu schreiben sind: dahinter, darin, darüber, darunter, davor!

*Quelle: H.-G. Haehnel

Wortarten

Adjektiv oder Adverb

Adjektive

Adverbien

Begriffe der Grammatik

Fragewörter

Kasus, Genus und Numerus

Konjunktionen

Lange und kurze Vokale

Präpositionen

Präpositionen erkennen

Pronomen

starkes oder schwaches Verb

Steigerung von Adjektiven

Substantive

Verbaladjektive

Verben

Verben konjugieren

Verbformen

Wortarten

Wortarten bestimmen

Wortarten gemischt

Beispielfragen:

Entscheide anhand der Einsetzprobe:
bissig

Entscheide anhand der Einsetzprobe:
kariert

Steigere das Adjektiv:
laut

Entscheide anhand der Einsetzprobe:
tief

Entscheide anhand der Einsetzprobe:
selten

Was ist Futur?

Entscheide anhand der Einsetzprobe:
niemals

Adjektiv: eckig

Entscheide anhand der Einsetzprobe:
viele

Markiere die Adjektive!

Was ist ein Verb?

Was ist ein Artikel

Entscheide anhand der Einsetzprobe:
weit

Finde das Adjektiv.

Finde das Adjektiv!

Welche dieser Adjektive kann man weiter steigern?

Was ist ein Adjektiv?

Entscheide anhand der Einsetzprobe:
verliebt

Adjektiv: dicht

Welche Adjektive lassen sich sinnvoll steigern?

Entscheide anhand der Einsetzprobe:
oft

Was ist der "Nominativ"?

Finde das Nomen!!!

Welche Adjektive lassen sich sinnvoll steigern?